Wer bin ich? - Einer und doch viele! Viele und doch Einer!

Gelungene Aufführung einer „Steppenwolf“ -Adaption nach Hermann Hesse an der Reutlinger Steinbeis-Schule.

 

Eine Bühne, karg und nur in Weiß gehalten. Harry Haller, Protagonist von Hermann Hesses Roman „Steppenwolf“ (1927) – schlüpft aus seinem Wolfspelz heraus auf die Bühne, in Weiß gekleidet. Schauspieler Julian König vom „Mobilen Theater“ aus Karlsruhe spielte Haller in dieser geschlossen Aufführung für die Schülerinnen und Schüler der Steinbeisschule am gestrigen Dienstag mit großer Intensität. Mit der Uniformität des Bühnenbilds, so erläuterte es König, wolle der Regisseur die Zerrissenheit und Einsamkeit Hallers deutlich machen. Hermann Hesse (1877 bis 1962) schrieb seinen Roman „Der Steppenwolf“ Mitte der 20er Jahre in einer seiner Lebenkrisen: 50- jährig  war er immer noch ein Suchender nach dem „Sinn des Lebens“, hatte eine gescheiterte Ehe hinter sich, gab sich dem Alkohol zeitweise im Übermaß hin, suchte Heilung von Sucht, aber auch einer komplexen, ihn verstörenden Welt  in Sanatorien. Harry Haller, der einsame „Steppenwolf“ des Romans, war sicher ein Stück weit Hesses „Alter ego“.  

Regisseur Thorsten Kreilos hat es zusammen mit Schauspieler tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Theater_Steppenwolf/steppenwolf_Theater_2020.jpgJulian König geschafft, Hesses Roman von etwa siebeneinhalb Stunden Lesezeit auf etwa 60 Minuten Bühnenspiel zu verdichten. Dank moderner Video- und Projektionstechnik, die vom Theaterteam virtuos beherrscht und genutzt wurde, gelang es der Aufführung in der Aula der  Reutlinger  Steinbeisschule (Gewerbliche Schule I)  die Zuschauer mit auf eine Reise Hallers zu nehmen,  die diesen mit verschiedenen Facetten seines Ich, seiner eigenen Persönlichkeit, konfrontierte.

Da ist einerseits die Einsamkeit Hallers, die er zwar selbst gewählt hat, aber unter der er doch zu leiden scheint: „Einsamkeit ist Unabhängigkeit. Ich hatte sie mir gewünscht in langen Jahren.“ Dann wiederum die Idee, das lästige irdische Dasein mit Hilfe eines Rasiermessers zu beenden. So wie Goethes Faust seine „liebliche Phiole“ voller Gift begrüßt und nur durch das Glockengeläut am Ostermorgen vom Selbstmord abgehalten wird, sinniert auch der „Steppenwolf“ über die Möglichkeit des Freitodes. Er wünscht sich, vielleicht gerade dadurch, Unsterblichkeit. Aber er muss erkennen:

„Ich bin nicht bei den Unsterblichen, noch nicht.tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Theater_Steppenwolf/steppenwolf_Theater_2020_2.jpg Ich bin noch immer im Diesseits der Rätsel, der Leiden, der Steppenwölfe und der qualvollen Verwicklungen.“ Noch ist es also für Haller zu früh, von der irdischen Bühne abzutreten. Anders als Mozart, der ihm als Musterbeispiel für einen Unsterblichen gilt, erreicht Haller diese Unsterblichkeit nicht. Stattdessen erlebten die Schüler gemeinsam mit Haller, dem „Steppenwolf“, seine Begegnungen mit den Teilen seines noch nicht gelebten Ichs. Zum einen mit dem Saxofonisten Pablo, der für das musische Element stand. Zum anderen mit Maria, mit welcher Haller lustvolle erotische Freuden erlebt. Mit seinem Jugendfreund Gustav. Und natürlich mit der androgynen Hermine, ebenfalls Teil seines ungelebten Lebens.  Hermann Hesses eigene Sinnsuche blitzt in den für das Stück ausgewählten Zitaten immer wieder auf. „Intensiv leben! So richtig! Das kann man nur auf Kosten des Ich- Der Bürger aber schätzt nichts höher ein als das Ich“ – das bürgerliche Leben mit all seinen Konventionen, ein Problem für den „einsamen Steppenwolf“ Hesse in vielen seiner Lebensphasen, ob Calw, Basel, Gaienhofen oder auch Montagnola.

Alle auf Video, Monitor oder als Leinwandprojektion zu sehenden Rollen, die neben dem auf der Bühne live agierenden Schauspieler Julian König zu sehen waren, waren zuvor auch von diesem eingespielt und eingesprochen worden.  Die Schwierigkeit dabei, so beantwortete König bei der Nachbesprechung des Stücks eine Schülerfrage, bestand darin, auf der Bühne so präzise zu agieren, dass Liveauftritt und Monitoraufnahme genau zueinander passten. Schwerpunkt und Höhepunkt der Aufführung, mit der das „Mobile Theater“ Karlsruhe seit Frühjahr 2018 schon an vielen Schulen unterwegs war, war Harry Hallers Besuch des „Magischen Theaters“. Schon an der Eingangstüre zu diesem Magischen Theater heißt es „Eintritt nur für Verrückte“. Dekonstruktion und Rekonstruktion, also das Zerlegen und Wieder-Zusammensetzen der Persönlichkeit wurden sehr schön deutlich. So sagt es Haller im Magischen Theater selbst: „Meine Persönlichkeit war aufgelöst wie Salz im Wasser.“ Bühnentechnisch genial umgesetzt, wurde Haller durch kaleidoskopartige Spiegel mit den vielen Facetten seines Ichs konfrontiert. Hierdurch wurde seine Zerrissenheit auf geradezu plastische Weise anschaulich gemacht.  Wer bin ich? – Einer und doch viele! Die Gespaltenheit des Menschen, so gibt es uns Harry Haller alias Hermann Hesse alias der Steppenwolf aber auch mit auf dem Weg, ist etwas ungemein Schöpferisches: „Schizophrenie ist der Anfang aller Kunst, aller Phantasie.“

Großer Applaus für eine sehr gelungene, atmosphärisch dichte, anspruchsvolle Vorstellung in der Aula der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule am Schluss des Stückes. Ermöglicht wurde die Aufführung des Theaters -das nicht staatlich subventioniert wird- durch das Engagement von Deutschlehrerin Kristina Hütter-Künstle, dem Förderverein der Steinbeisschule und einer Zuwendung der Kreissparkasse Reutlingen.

Theateraufführung „der Steppenwolf“- ein Interview mit Deutschlehrerin Kristina Hütter-Künstle

Wie kam diese interessante Aufführung an unserer Schule zustande?

KHK:  „Unsere Schule versucht neue Wege zu gehen, um für unsre Schüler, die ja an einer technischen Schule und nicht an einem allgemeinbildenden Gymnasium sind, Zugänge zur Literatur zu schaffen. Eher technikaffine Schülerinnen und Schüler, so wie bei uns, sind oft nicht so geisteswissenschaftlich geschult -oder interessiert-  wie die Schüler an einem allgemeinbildenden Gymnasium. Nachdem ich einen Flyer gesehen hatte, folgte ein Telefonat mit dem Schauspieler, und dann lief die Organisation der Aufführung seit dem Juli letzten Jahres an.“

Wie wurden die SuS auf die Aufführung vorbereitet?

KHK: „Durch eine systematische Werkanalyse. Darüber hinaus waren wir mit den Schülern auch schon im Landestheater Tübingen (LTT) und im Stuttgarter Staatstheater. Da gab es Theaterstücke zu den Abi-Pflichtlektüren: in Tübingen Goethes „Faust I“, in Stuttgart den „Goldenen Topf“ von E.T.A. Hoffmann. Mit den Theaterbesuchen haben wir versucht, den Schülern einen anderen – visuellen und akustischen - Zugang zu den Texten zu ermögliche. Der Besuch der drei Theateraufführungen ist auch im Hinblick auf den Werksvergleich, der im Abitur verlangt wird, hilfreich.

Inwiefern ist das Theaterstück eine Hilfe?

KHK: „Schüler haben heute andere Sehgewohnheiten, die durch das Internet geprägt sind. Die meisten waren vielleicht noch nie im Theater. In unserem Fall kommt das Theater zu uns in die Aula, direkt zum Schüler. Da ist die Hemmschwelle niedriger. Auch schwächere Schüler werden auf ihrem Niveau abgeholt.“

Wie fanden die Schüler das Stück? Welche Rückmeldungen gab es?

KHK: „ Das Spiel des Schauspielers Julian König fanden die Schauspieler toll. Ebenso die Verzahnung von Technikeinsatz, Projektor und Monitor- mit der Bühnenhandlung. Dadurch, dass die Interpretation des Stückes speziell für Schüler konzipiert war, fanden viele die Darstellung hilfreich und überzeugend.“

Was war für die Schüler, trotz aller schauspielerischen Leistung, immer noch schwierig?

KHK: „Die Schwierigkeit beim Verständnis des „Steppenwolf“ liegt nicht in der Sprache. Die ist einfach. Aber das Buch ist langwierig, Teile wie das „Magische Theater“ sind komplett surreal. Man muss begreifen, dass eine Figur wie Hermine die Mittlerin für den Protagonisten Harry Haller ist, sie führt ihn in die Welt des „Magischen Theaters“ ein. Im „Steppenwolf“ geht es um die Probleme eines 50-Jährigen in der Midlife-Crisis, der für sich ursprünglich beschlossen hat, mit dem 50.Geburtstag sein Leben durch Selbstmord zu beschließen. Diese Thematik ist von der Lebenswelt unserer TG-Schüler, nun ja, einigermaßen weit weg und man kann die Relevanz schon hinterfragen…“

Welche Hilfestellung haben die Schüler beim Lesen des Buches bekommen, auch als Vorbereitung auf die Aufführung?

KHK: „Für die Schüler gab es einen Leseplan, der die eigenständige Lektüre strukturieren und erleichtern sollte. Für eine fundierte Analyse und Interpretation von Textstellen etc. ist es unerlässlich, dass der Text einigermaßen im Hirn verankert ist.“

Mit neuem Konzept erfolgreich fördern - Freiwilliges Soziales Jahr an der Steinbeisschule

Laura Maurer hilft Mittelstufenschülern auf die Sprünge

Um es gleich am Anfang zu sagen: nein, Laura Maurer hat derzeit nicht vor, Lehramt zu studieren. Die Neunzehnjährige mit den blonden Haaren und dem offenen Lachen zieht es in Richtung Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen. Das ist für Abiturientinnen, die vom Technischen Gymnasium tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Laura Maurer/LauraMaurer_Bericht_2020.jpgder Reutlinger Steinbeis-Schule kommen, nichts Ungewöhnliches. Nach einem Abitur dort, mit dem sie „sehr zufrieden“ war, hat sich Laura entschieden, das Angebot der Schule, als FSJlerin Schüler mit Nachhilfe in Fächern wie Mathe und Naturwissenschaften zu unterstützen, angenommen. Darüber hinaus hilft sie bei Bedarf aber auch anderweitig, etwa beim Schreiben von Bewerbungen. Zudem ist sie bei einem Förderprogramm der Paula-und Wilhelm-Winkler -Stiftung  für Schüler der Mittelstufe  als Betreuerin und Begleiterin dabei. Bis zum Ende dieses Schuljahres ist sie für die Schüler da.

Zu diesen Schülern - so erklären es Schulleiter Dominik Kugler und Abteilungsleiter Stefan Kiem-   gehören junge Leute aus allen Schularten von der Hauptschule bis hin zu mittleren Bildungsabschlüssen sowie auch Schüler des VAB- der „Vorqualifizierung Arbeits- und Berufsleben“.  Die Mittelstufe ist eine, so erläutert es ihr Leiter Stefan Kiem, ziemlich heterogene Schülergruppe, für die der Übergang von der Schule ins Berufsleben oft schwer sei.  Denn die Schüler kämen oft aus ländlichen Gegenden mit kleineren Schulen, die sich an der im Vergleich dazu großen Ferdinand-von-Steinbeis-Schule erst einmal zurecht finden müssten.  Zudem gäbe es oft große Unterschiede bei den schulischen Leistungen und auch beim Sozialverhalten.

Die Idee zur Einrichtung einer FSJ-Stelle, die jetzt Laura Maurer  mit viel Engagement ausfüllt, kam, so Dominik Kugler, aus der Umstrukturierung der Abteilungen an der Steinbeisschule  und  sei eine der Antworten der Schule auf die pädagogischen Herausforderungen, die sich heute im Schulleben stellen. Die Steinbeisschule ist derzeit die einzige gewerbliche Schule mit einer FSJ-Stelle in ganz Baden-Württemberg. Finanziert wird die vorerst für die nächsten fünf Jahre gesicherte Stelle nicht vom Landkreis Reutlingen als Schulträger, sondern aus Mitteln des Fördervereins der Schule sowie aus Geldern der  Paula -und Wilhelm- Winkler-Stiftung. Für das Pilotprojekt wird Laura an insgesamt 25 Seminartagen, so wie alle anderen jungen Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten möchten, pädagogisch geschult.

„Einen typischen Tag? Den gibt es nicht.“, meint Laura Maurer. Es werde nie langweilig. Zu den Schülern, die sie betreut, hat sie, weil sie kaum älter als ihre Klientel ist, einen guten Draht. Luca Fabiano—Dreher und Maximilian Chart, 17 und 16 Jahre alt, aus der Zweijährigen Berufsfachschule Elektro bestätigen das. Durch Lauras geduldige Hilfe hat sich Luca  in Mathe von einer „4“ auf Note „2“ verbessert. Maximilian hatte große Probleme in Physik , jetzt steht er auf „1,5“. Die FSJ-Stelle hat sich für Schüler, die bereit waren, das niederschwellige, kostenlose Hilfsangebot der FVS anzunehmen, also schon ausgezahlt. 

Schulleiter Kugler betont, wie wichtig es sei, Schüler immer wieder zu motivieren, ihnen Mut zu machen, Chancen zu geben.  Auch da sei Lauras Arbeit sehr wichtig. Denn letzten Endes, so Kugler, „dienen alle schulischen Fördermaßnahmen dazu, Schüler mit guten Perspektiven zum erfolgreichen Schulabschluss zu bringen, ihnen zu einem Abschluss mit optimalen Anschlussperspektiven zu verhelfen.“ Auch nach Laura Maurers Zeit  im Freiwilligen Sozialen Jahr wird das erfolgreiche Konzept weitergeführt, nach potentiellen Nachfolgern für Laura schaut man sich an der Schule bereits um.

Abdou startet durch

Die Akzeptanz von Geflüchteten, die nach Deutschland gekommen sind lebt auch von Erfolgsgeschichten. Eine solche Geschichte können Abdou Boye aus Gambia und seine Lehrer von der Reutlinger Ferdinand-von-Steinbeis-Schule erzählen. Denn Abdou hat dort auf der Berufsschule gerade seine Abschlussprüfung als Elektroniker für Energie und Gebäudetl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Abdou startet durch/P1170958_klein.jpgtechnik erfolgreich absolviert.

Über die Schweiz ist Abdou 2015 nach der Erstaufnahme beim Karlsruher Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nach Reutlingen gekommen. Vorher hatte er in Serekunda, der größten Stadt Gambias, gelebt. „Aber“, so sagt er, „da gibt’s  nix“. In Serekunda hat er auch schon erste Erfahrungen mit Elektrik und Elektroinstallationen gemacht.. Dankbar ist er der Reutlinger Firma Butterstein Elektro über die Chance, die ihm der Inhaber gegeben hat. Das war auch für Abdou der typische Weg, wie man als interessierter junger Mensch heutzutage an eine Stelle kommen kann: sich bei einem Praktikum geschickt zeigen und sich dann im Anschluss, während der Ausbildung, durch Fleiß, Lernwilligkeit und Zuverlässigkeit bewähren.

Hier in Reutlingen lebt Abdou in einem Zimmer, das er selbst bezahlt. In seiner Freizeit spielt er liebend gerne Fußball und fährt Fahrrad, oder er trifft sich mit Freunden- Deutschen und Afrikanern. Er wird von Ehrenamtlichen unterstützt. Eine davon ist Cathy Hammer, Lehrerin am Reutlinger Kepler - Gymnasium. Per Zufall hatte sie Abdou im Herbst 2015 getroffen, kurz vor ihrer zweiten Elternzeit. Gemeinsam mit ihrem Mann half sie Abdou bei der Wohnungssuche, sie sagt, das sei „schwierig“ gewesen. Aber ihre Erfahrung mit Behörden ist, dass Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg ist: „Das meiste funktioniert übers Miteinander-Reden.“ Heute hat Abdou bei Familie Hammer Familienanschluss, er gehört einfach mit dazu. Es ist ein Geben und Nehmen, die Hammers helfen ihm bei der Sprache und bei Formalitäten, er hilft im Garten, bei kleinen Reparaturen, spielt mit den Kindern. Gemeinsam hat die Familie ihm bei der Prüfungsvorbereitung geholfen. Cathy Hammer freut sich, daß Abdou gute Chancen auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung hat, nicht zuletzt wegen des erfolgreichen Schulabschlusses.

Auf der Schule, so gibt Abdou zu, war es nicht immer ganz leicht für ihn, denn Deutsch ist für Ausländer eine schwierige Sprache, die nicht einfach zu erlernen ist. Aber auf die Lehrer an der Steinbeis-Schule läßt Abdou nichts kommen:

„Die Lehrer dort hatten immer ein offenes Ohr für mich. Bei Fragen hatten sie die Zeit, mir die Dinge langsam und verständlich zu erklären.“ Im Gegensatz dazu gäbe es in Gambia fast nur Theorie, die Praxis in Gambia fehle. „Die Leute in Gambia wissen nicht so viel wie ihr hier in Deutschland. It`s a total fail.“ Ein Elektriker dort wisse oft nur, wie man eine Wechselschaltung für zwei Lampen baue, nicht viel mehr.

Trotzdem möchte Abdou in ein paar Jahren wieder nach Gambia zurück. Er findet Photovoltaik sehr spannend und möchte dort Häuser damit ausrüsten.  Außerdem leben seine Mutter und eine Schwester noch dort. Bis dorthin möchte er bei der Firma Butterstein Elektro bleiben. Und er hat zum Schluss noch eine Bitte an die Politiker:

„Bitte baut Schulen in Gambia und hört auf, nur Geld nach Afrika zu schicken. Geld schicken, das hilft nicht, das landet alles nur in einer Tasche.“

COSH - Cooperation Schule- Hochschule wieder zu Gast an der Steinbeisschule

Am Freitag, 29.November, waren- so wie schon im Vorjahr- vier DozentInnen der Hochschule für tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Uni_Meets_School/Uni_meets_School_1.jpgAngewandte Wissenschaften Reutlingen (HAW) sowie der Universität Tübingen an unserer Schule zu Gast.  Nach einer kurzen Begrüßung durch Mathelehrer Albert Weinmann stellte Stephan Pitsch das Programm des Nachmittags vor. Die COSH hat es sich zum Ziel gesetzt, Schülern den Einstieg an Hochschulen zu erleichtern. Mit zwei Aktivitäten aus dem Bereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik führten Barbara Priwitzer, Sophia Jahns, Christian Höfert und Stephan Pitsch den Zwölftklässern vor, um was es beim wissenschaftlichen Studium an Hochschule und Universität in den genannten Bereichen geht.

Christian Höfert und Sophia Jahns führten in ihrer Workshopgruppe mathematische Kartentricks durch. Aufgabe war es, aus zunächst acht Karten eines Skatspiels, unter Zuhilfenahme einer „magischen Zahl“ und einem vorher vereinbarten Ablegesystem eine bestimmte Karte, die nur einem Schüler bekannt tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Uni_Meets_School/Uni_meets_School_2.jpgwar, herauszufinden. Laut Christian Höfert geht es beim Studium der Mathematik oft um das Erarbeiten von Problemlösungsstrategien. Zunächst klingt das abstrakt und theoretisch, findet aber in der Praxis vielfältige Anwendungen. Beim Kartentrick geht es beispielsweise darum, ein Verständnis für das Funktionieren eines binären Systems zu gewinnen, bei dem nur mit „0“ und „1“ operiert wird. Damit ist man schon mitten in der Computerwelt angekommen. In Kleingruppen näherten sich die Schülerinnen und Schüler an diesem Workshopmittag einer Problemlösungs-strategie an, die sie mit den Dozenten besprachen.

Christian Höfert betonte im Gespräch, dass der Schritt an die Hochschule für Schüler oft schwierig sei, da es ganz stark auf eigenständiges Arbeiten und einen hohen Grad an Selbstorganisiertheit ankomme. Abiturienten hätten es, was das betrifft, oft schon sehr viel leichter als Schüler, die vom Berufskolleg kämen. Auch seien die Studierendengruppen oft sehr heterogen. Allerdings werde der komplette Oberstufenstoff an der Hochschule nochmals wiederholt. Frau Jahns (Uni Tübingen) machte den Schülern deutlich, dass es bei Mathematik oft um die Frage nach der Vereinfachung gehe. Befragt nach der Rolle von Frauen in Mathestudium und Lehre dieses Fachs an der Universität konstatierte Jahns, dass „immer Frauen verloren gehen“. Sie führt dies zum einen auf ein „Selbst-wahrnehmungsproblem“, zum anderen auf Probleme bei den einzelnen Karriereschritten zurück, ein „Transitionsproblem“. So gibt es dementsprechend wenige Doktorandinnen, Postdocs, ganz zu schweigen von Professorinnen. Insgesamt also leider, so Jahns viel drop-out bei Frauen“.

Stephan Pitsch und Barbara Priwitzer führten den Schülern die Anwendung des Euler-Verfahrens bei der Berechnung der Beschleunigung eines Skateboards vor. Nach der Messung der Beschleunigung mit der App „PhyPhox“ sollten die Schüler V/t und V/max berechnen. Stephan Pitsch erläuterte, dass es bei seinem Workshop um die Verbindung einer technischen Anwendung mit der Anwendung eines mathematischen Verfahrens geht. Frau Priwitzer erklärte den Schülern, wie man aus der tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Uni_Meets_School/Uni_meets_School_3.jpgnäherungsweisen Berechnung der Beschleunigung zu einer Berechung der Geschwindigkeit (km/h) kommen kann. Auch Frau Priwitzer betonte, dass es wichtig sei, die Nachwuchsstudierenden an der Hochschule zunächst mit ihrem schon vorhandenen Wissen abzuholen und dann darauf aufzubauen. In Ingenieurwissenschaften wie zum Beispiel Maschinenbau, so Priwitzer, gehe ohne Grundlagen gar nichts“. Deshalb seien die zunächst 6 (von insgesamt 22 Wochenstunden/Semester) Mathematik bis zum Bachelor sehr wichtig. So wichtig, das stellte Frau Priwitzer klar, dass es selbstverständlich Hausaufgaben für die Studierenden gäbe, denn ohne intensive Eigenarbeit der Studierenden ginge es nicht.  Auch im Masterstudium sei dann die Mathematik unverzichtbar. Aber bis dorthin, sagt Frau Priwitzer und lacht freundlich, hätten die Studierenden schon „alle verstanden, warum sie so viel Mathe lernen mussten.“

Mechatroniker in alpinem Gelände

Zum zweiten Mal innerhalb unserer Berufsschulzeit ging es für uns, Mechatroniker im 3.Lehrjahr, auf eine 3-tägige Hüttentour in die Berge. Mit mehreren PKWs fuhren wir über die Alb an den Bodensee und das Rheintal in Richtung Montafon. Kurz davor dann aber rechts ab: das Brandnertal im Rätikon war diesmal das Ziel. Bei bedecktem Himmel machten wir uns von Brand (1000müNN) aus auf den Weg zur Douglashütte (1970müNN). Mit großem Gepäck galt es zumindest die 500 Höhenmeter bis zur Talstation der Lünerseebahn zu überwinden. Dort trennte sich die Spreu vom Weizen: den echten Schwaben unter uns waren die 9€ für die Gondelfahrt zu teuer, ergo wurde gelaufen. Die nicht ganz so geizigen stiegen in die Bahn, entkamen dem aufkommenden Regen und waren gut betreut von Frau Reuter (Fa. voestalpine) zuerst auf der Hütte, um die Matratzenlager in Beschlag zu nehmen.
Der Wetterbericht hatte positiveres in Aussicht gestellt…. Mal sehen. Der Abend wurde genutzt, den durch den anstrengenden Aufstieg beanspruchten Elektrolythaushalt auszugleichen, Karten zu spielen oder einfach nur eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Die von einem Schüler hoch geschleppte tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Mechatroniker auf Ausflug/Bild1_Mechatroniker_Ausflug.jpgWasserpfeife (!) wurde mit aromatisierten, jedoch nicht berauschenden Kräutern bestückt und erfreute sich großer Beliebtheit. Um 22.00 Uhr Hüttenruhe und…es war ruhig. Das Hüttenteam war hin und her gerissen zwischen Verwunderung und Begeisterung, ob einer so lustigen aber disziplinierten Gruppe.  
7.30Uhr, aufstehen, Blick aus dem Fenster…..KAISERWETTER!!! Lager räumen, Frühstück, Abmarsch um 9.30Uhr. Wir hatten keinen Zeitstress, da die zu bewältigenden Entfernungen und Höhenmeter sparsamerer als im vergangenen Jahr gewählt waren. Das miteinander jedoch wurde sehr groß geschrieben. Ziel: Heinrich-Hüter-Hütte (1766m) via Saulasteig.

Wer sich mehr fordern wollte, konnte noch den Abstecher über den Saulakopf (2517m) machen. Wie selbstverständlich wurde einander geholfen, wenn z.B. eine seilversicherte Passage von einem tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Mechatroniker auf Ausflug/Bild2_Mechatroniker_Ausflug.jpgGipsarmträger nicht ohne weiteres zu bewältigen war. 400 Höhenmeter mehr für eine wunderbare Aussicht und einen ersten Blick hinunter auf unsere Bleibe für die nächste Nacht. Recht früh hatten wir die Hütte erreicht, der restliche Tag war noch lang.

 Bewährter Zeitvertreib waren auch hier Wasserpfeife, Kartenspiel, Elektrolythaushalt ausgleichen und – wie im vergangenen Jahr: Tischklettern. Dabei gilt es eine Bierbank zu UNTERqueren, ohne dabei den Boden zu berühren. Start- und Endposition liegend auf dem Tisch. Einige Schüler der Klassen scheinen das vergangene Jahr genutzt zu haben um zu üben. Erfreulich viele haben es geschafft. Schon mal probiert?? J 

 

Der dritte und letzte Tag kam leider viel zu schnell, begrüßte uns aber auf der Frühstücksterrasse mit einem Traumpanorama mit schneebedeckten Gipfeln, stahlblauem Himmel und Glockengeläut der unter uns auf der Weide grasenden Kühe. Fast schon kitschig. Ein etwas dünner Hüttenkaffee hat uns dann aber auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Rückweg zur Douglashütte führte uns in weitem Bogen um den Schafgafall herum.

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Es ging über Dolinenfelder, an Kreidefelsen und Gesteinsformationen vorbei, die auch Nicht-Geologen in ihren Bann schlagen. An der Bergstation der Lünerseebahn angekommen, war das eine oder andere Knie der Meinung, dass es doch lohnenswert wäre, 9€ in die Hand zu nehmen und komfortabel hinab zu schweben, andere wiederum ließen es sich nicht nehmen und haben die Beine in die Hand genommen. Einige davon sind noch vor der Gondel an der Talstation eingetroffen. Die letzten paar Kilometer abwärts wurden müde aber zufrieden abgespult, bevor wir nach einer kurzen Erfrischung im Bach die Heimreise antraten.

 

 Fazit des Lehrers

Selten sieht man so viele erschöpfte aber zufriedene Gesichter auf einmal, wie auf einer Bergtour mit einer Schulklasse. Mit dem einen oder andern Glas Bier am Abend (alle Teilnehmer waren über 18 Jahre alt) aber ohne Alkohol- oder sonstige Drogenexzesse. Eindrücke die bleiben. Und: jederzeit wieder.

Vielen Dank an die Fa. voestalpine, die uns 2 Firmenfahrzeuge unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat. Dank auch an Frau Reuter, die wieder mit dabei war.

Ein wunderbarer Gastbeitrag von unserem Lehrerkollegen Sigi Stehlig !

Zweiter Tag der Technik 2019

Schweißen, Schalten, Tüfteln, Bauen- Zweiter „Tag der Technik“ an der FVS Reutlingen

Moritz Lamparter hat 2017 sein Abitur an der Steinbeis-Schule gemacht. Danach, so sagt der Einundzwanzigjährige , wusste er erst nicht so recht, was er tun solle. Da kam das Angebot eines Fachabteilungsleiters, beim Finden eines Ausbildungsplatzes zu helfen, gerade recht.  Schließlich bekam Lamparter eine Einladung sich beim Reutlinger Strickmaschinenhersteller STOLL zu bewerben.  Hier ist er im 2.Jahr als Azubi zum Elektroniker für Geräte und Systeme. „Die Ausbildung bei STOLL ist anspruchsvoll, das Betriebsklima passt“. Andere Azubis vor ihm haben einen 3-D Drucker gebaut, mit Teilen alter Strickmaschinen. Lamparter und sein Kollege Jonas Grauer erklären, dass sich an so einem Drucker alles, was in der Ausbildung wichtig sei, üben lasse:  Der Bau mechanischer Komponenten an Dreh- und Fräsmaschinen, hydraulische  und pneumatische Teile, die elektronische Steuerung. Alles das lernen die Azubis in verschiedensten Ausbildungsberufen bei der Firma STOLL.  Nach der Ausbildung könnte Lamparter vermutlich bei STOLL bleiben, denn die Übernahmechancen sind zur Zeit ziemlich gut. Vielleicht setzt er aber auch noch ein Ingenieurstudium drauf. Abgesehen davon ist die Firma STOLL eines der Unternehmen, die ein duales Studium anbieten- das hat den Vorteil, dass man sich, da man sein Gehalt bekommt, keine Sorgen um die Finanzierung machen muss.
Sarah Eberwein und Viktoria Eissler sind im ersten Jahr ihrer Ausbildung zur KFZ-Mechatronikerin. Sarah ist über ein einwöchiges Praktikum in der Realschule ans Auto gekommen und arbeitet für eine Volvo-Werkstatt.  Ihr Lieblingsauto in der modern ausgestatteten KFZ-Lehrwerkstatt der FVS ist ein silberner Mercedes Benz.  Viktoria dagegen zeigt auf einen schicken, ebenfalls silber-metallic-farbenen Audi. „Fehlersuche und Diagnostik“ findet Eberwein am spannendsten.  Herausfinden, wo es klemmt und dann Reparaturmaßnahmen durchführen. Die teilweise doch anstrengende Arbeit in der Werkstatt schreckt sie nicht, sie findet es schade, dass es im ersten Lehrjahr vier Berufsschultage sind und sie nicht häufiger im Betrieb mitarbeiten kann. Aber das würde sich schon im nächsten Jahr ändern. Als Frau in einer Männerdomäne zu arbeiten sei für sie kein Problem, sie sei im Betrieb „voll akzeptiert“. Man merkt ihr die Freude an ihrem Beruf tatsächlich an. Und sie hat auch keine Angst, durch die verstärkt kommende Elektromobilität eines Tages ihren Job zu verlieren, Elektromobilität sei eher eine Ergänzung und da „muss man sich fortbilden.“ Außerdem sei es ja nicht so, dass von heute auf morgen plötzlich alle Autos mit Verbrennungsmotoren nicht mehr da seien.
Das waren nur ein paar Beispiele von jungen Leuten, die sich und ihre Ausbildungsberufe am Tag der Technik am 6.Juni in der Steinbeisschule präsentierten. Insgesamt waren es etwa 350 Gäste, die an diesem Donnertag vor Pfingsten den Weg ins Schulgebäude und die Werkstätten fanden, um sich bei den etwa zwei Dutzend anwesenden Firmen über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Die schulischen Mitmachangebote  zum Bau eines Handyhalters aus Metall, die Möglichkeit zum Schweißen im Schweißraum, die Besichtigung der I4.0-Anlage oder auch ein kühles, mit Stickstoff hergestelltem Eis rundeten  das Programm ab.


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Das Mathekänguru zu Gast an der Steinbeisschule

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„Drüben im Walde 

kängt ein Guruh, 

Warte nur balde, kängurst auch Du.“

 

Auf diese, etwas alberne, Weise hat sich der deutsche Humorist , Schriftsteller und Maler Joachim Ringelnatz   (eigentlich: Hans Böttcher, 1883 bis 1934) mit dem Känguru beschäftigt.

Kängurus kommen in der Natur nur in Australien vor. Es sind Beuteltiere - statt in einer Gebärmutter wächst der Nachwuchs im mütterlichen Beutel heran und wird bis zum Alter von etwa 8 Monaten  von der Mutter mit herumgetragen. Danach ist das Känguru zu groß.  In Deutschland gibt es sie manchmal in Zoos. Bekannt sind sie der älteren Generation auch noch als Logo der in den 70er und 80er Jahren beliebten „Yps-Heftchen“- das waren Comics und ein Gimmick zum Selberbasteln, was in der Regel nicht lange danach kaputt war J.tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Mathekaenguru/Kaengu.jpg

Das Mathekänguru dagegen ist ein internationaler Mathewettbewerb. Fast 6 Millionen Teilnehmer in etwa 80 Ländern sind es, die am 3.Donnerstag im März jedes Jahr antreten, um in einer Klausur ihre Kenntnisse unter Beweis zu stellen.  An unserer Steinbeis-Schule waren es diesen März etwa 100  Schülerinnen und Schüler des TG – insgesamt  etwa 911 Tausend Schülerinnen und Schüler waren es 2018, allein in Deutschland.  Auch dieses Mal waren dreißig Aufgabentl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Mathekaenguru/Aulaklein.jpg in 75 Minuten zu bewältigen.

Der Wettbewerb hat das Ziel, mathematische Bildung an Schulen zu fördern und den Spaß an der Mathematik zu wecken. Denn Mathe ist überhaupt nicht dröge, auch in unserem Alltag kommt sie immer wieder vor, auch wenn wir das oft garnicht wahrnehmen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden in ein paar Wochen bekannt gegeben.


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Abschlussveranstaltung der „Cooperation Schule-Hochschule“ (COSH)

bei den „Campustagen“ der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Reutlingen

Mit zwei übergeordneten Fragestellungen, jeweils eine aus dem Bereichtl_files/Bilder/Schueler/IMG_20181116_093634_2.jpgder Ingenieurwissenschaften sowie einer anderen aus dem Bereich der Mathematik beschäftigten sich am vergangenen Freitag Schülerinnen und Schüler der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Reutlingen. Mit dieser Abschlussveranstaltung endeten die „Campus-Tage“ an der FVS- ein mehrwöchiges Projekt an Reutlingens größter technischer Berufsschule mit dem Ziel, die Studierfähigkeit von Schülern zu verbessern. Seit Mitte Oktober waren die Schüler dazu zu einzelnen Veranstaltungen an der Hochschule Reutlingen, aber auch an der Uni Tübingen unterwegs gewesen. Bei der Schlussveranstaltung der COSH Regional (Cooperation Schule-Hochschule) wurden die Zwölftklässer diesmal von Christian Höfert, Barbara Priwitzer und Stefan Pitsch von der Hochschule Reutlingen betreut. Von der Uni Tübingen war der Mathematiker Chris Fingerhut dabei.

Die Zwölftklässer des Technischen Gymnasiums widmeten sich zum einentl_files/Bilder/Schueler/IMG_20181116_093649_2.jpg der Frage „Wie schnell ist das Skateboard?“, zum andern erfuhren sie beim Workshop „Mystery- vom Kartentrick zur Anwendung“ mit welchen Problemstellungen sich Mathematiker heutzutage beschäftigen. Christian Fingerhut, Mathematiker an der Uni Tübingen, erinnerte zu Beginn daran dass „Rechnen“ nicht das Hauptziel des Mathematikstudiums sei sondern die Fähigkeit, mathematische Konzepte für die verschiedensten Anwendungsgebiete zu entwickeln. Als Mathematiker, so Fingerhut, habe man viele mögliche Berufsfelder. Dazu zählten beispielsweise Versicherungen, Finanzmärkte, der große Bereich der Informatik- aber auch das Feld der Unternehmensberatung.

Anhand eines Sortiertricks mit einem Kartenspiel demonstrierte Fingerhut sodann sehr eindrücklich, um was es bei der Frage nach der Entwicklung eines mathematischen Konzeptes geht. Aus einem Kartenstapel von 8 Karten merken sich die Schüler eine bestimmte Karte. Der „Mtl_files/Bilder/Schueler/IMG_20181116_095820_2.jpgagier“ soll nun durch ein Sortierverfahren diese bestimmte Karte herausfinden. Dabei dürfen die Karten nur in zwei Stapeln links/rechts sortiert werden, das war die Spielregel beim Trick. In kürzester Zeit konnte Fingerhut die richtige Karte herausfinden. Die Schüler wurden nach der Demonstration dieses Kartentricks nach ihren Beobachtungen befragt. Es stellte sich dabei heraus, dass die Sortierung der Karten nach bestimmten Mustern oder Regeln stattfand. Diese These durften die Schüler anschließend selbst überprüfen, in dem sie in Kleingruppen den Sortiertrick selbst ausprobierten.

Mathematiker Fingerhut bemerkte dazu, “ Mathematik ist skalierbar- man kann vom Kleinen aufs Große kommen.“ Der Kartentrick war also im Grunde genommen zunächst “nur“ eine mathematische Spielerei – aber zugleich, wegen seiner Übertragbarkeit von „magischen Zirkeln“ und „Zauberkabinetten“ auf das Wirtschaftsleben Grundlage für die Automatisierung der modernen Datenverarbeitung. Tatsächlich fanden die ersten maschinellen Sortierverfahren in der Lochkartenmaschine von Hermann Hollerith (in der amerikanischen „Tabulating Machine Company von 1896, einem Vorläufer von IBM) ihre Anwendung.

Im Lauf der Veranstaltung gab Christian Fingerhut den Schülerinnen und Schülern noch drei Erkenntnisse mit auf den Weg, die ihn in seiner Entscheidung für ein Mathestudium bestärkt haben:

1. „Mathe macht Spaß.“ 2.“Mathe muss man erfahren (-darum die Demonstration des Tricks)“ und 3. „Mathematik braucht Definitionen und Grundannahmen.“ Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es Herrn Fingerhut sehr gut gelungen ist seine eigenen Erkenntnisse an unsere Schülerinnen und Schüler weiterzugeben.


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Coaching4Future

der Impulsgeber wieder an unserer Schule

„Als Entscheidungshilfe bei der Berufswahl ist das hier schon sehr hilfreich“,sagt Linus Kirschbaum aus der 2 BKI 1/1. Zusammen mit seiner Klasse und Fachlehrer Bernd Baisch schaut er sich das Programm zur Förderung der MINT-Fächer in dem großen Truck vor der KFZ-Werkstatt der Steinbeisschule an.

Kurz nach den Weihnachtsferien, am 22. und 23.Januar 2018, besuchte die Initiative des Gesamtverbandes Südwestmetall und der Baden-Württemberg –Stiftung unsere Schule. An verschiedenen Stationen lernten die Schülerinnen und Schüler im Ausstellungstruck modellhaft die Arbeitsweise verschiedener moderner Technologien kennen. So konnten sie mit einem Scanner ein Hologramm eines Kopfes am Computerbildschirm erstellen, an einer anderen Station einen Roboter auf Effizienz programmieren . Auch konnten sie beobachten , wie ein 3-D –Drucker aus Kunstoff Schicht um Schicht Yoda, den kleinen grünen Yedi-Ritter aus der Science-Fiction Serie „StarWars“, zum Leben erweckte.

Bis vor einigen Jahren waren viele Technologien, die im Truck vorgestellt werden, tatsächlich noch Science-Fiction. Beim zweiten Teil des Programms im Obergeschoss des Trucks stellten die Mitarbeiter der Initiative „Coaching 4Future“ dann die Bedeutung von Mathe und Naturwissenschaften für die Verwirklichung technologischer Entwicklungen heraus. Manchem Schüler war gar nicht bewusst, wie hoch die Anteile von Mathe, Physik und Informatik in den technischen Studiengängen tatsächlich sind. Der Besuch im Truck jedenfalls hat den Schülern der 2BKI 1/1 dazu die Augen geöffnet: Die MINT –Fächer seien von ihm „ Net unbedingt gemocht, aber superwichtig“, so der abschliessende Kommentar eines Schülers zur Bedeutung der MINT-Fächern für seinen schulischen und beruflichen Erfolg .

Discover Industry Truck
Blick in die zukunft
ein neuer Kollege

Dicover Industry Truck Juni 2017

Ende Juni war der Truck von „ Discover Industry „  zum zweiten Mal an der Steinbeisschule zu Gast. Die Initiative, die unter anderem  von der Agentur für Arbeit und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall finanziert wird, hat es sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen  für einen Beruf in  den so genannten   MINT- Berufe zu begeistern. Die Abkürzung „MINT“ steht für die Fachbereiche  Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Nach einer kurzen „Refresher“-Phase im unteren Geschoss des Trucks, bei der sich die TG-Schüler spielerisch   mit  der Programmierung von Robotern, Logistikabläufen, Hologramm-Scannern und 3D-Druckern beschäftigten konnten,  ging es  zu Vorstellung  von Karrierechancen  in den  MINT-Berufen.  Dazu gab es auf der oberen Etage des Ausstellungstrucks einen Vortrag durch zwei Betreuer . Die Unterschiede zwischen den  Bildungswegen „ betriebliche Ausbildung“, Fachhochschulstudium, Universitätsstudium und  Dualer Hochschule   wurden dabei sehr anschaulich gemacht. Und eins wurde klar: Ohne Mathe geht es  in den meisten MINT-Berufen leider nicht, selbst  wenn man  Medizin oder Biologie studieren möchte. Aber keine Angst, die Steinbeisschule hilft allen Interessierten auch im TG auf die Sprünge.


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Mechatroniker zu Besuch bei Bosch Rexroth (Schülerbericht)

Wir, die Mechatroniker Abschlussklasse E3ME1 der Ferdinand von Steinbeisschule aus Reutlingen durften am 18.05.2017 die Firma Bosch Rexroth in Horb am Neckar besuchen. Nach der Zugfahrt mit der Deutschen Bahn, die 10 Minuten Verspätung hatte, kamen wir in Horb a.N. gegen 9.13 Uhr an. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir die beeindruckende Firma Bosch Rexroth, in der wir herzlich empfangen wurden. Frau Schwenk stellte uns zu Beginn der Führung die Firma Bosch Rexroth in einer interessanten Präsentation vor. Auch für Verpflegung war reichlich gesorgt. Frau Schwenk machte mit uns die Spaghetti-Marshmallow-Challenge, bei der es darum geht, in Gruppen einen Turm aus rohen Spaghetti, Bindfaden und Klebeband zu bauen. Oben auf den Turm musste das Mashmallow. Der Turm sollte min. 3 Minuten halten. Frau Schwenk zeigte sich durchaus beeindruckt von unseren Ergebnissen. Nach der Challenge ging es in die Produktionshallen. In einem Showroom empfing uns der Produktionsleiter Herr Stäb, der uns die Produkte vorstellte. Er erklärte uns die verschiedenen Pumpenarten, die dazugehörigen Bauteile und die unterschiedlichen Anwendungsbereiche. Nach Vorstellung der Produkte und geklärter Fragen haben wir mit der Rundführung begonnen. Sehr beeindruckt waren wir von der Anzahl, Größe und Ausstattung der modernen Maschinen. Hier sahen wir gelebte Industrie 4.0. Moderne, verkettete Anlagen mit flexibler Produktion. Dies ist notwendig, da die große Pumpenvielfalt und die Kundenorientierung oft kleine Losgrößen mit kurzen Durchlaufzeiten bedingt. Abgeschlossen wurde der Besuch bei Bosch Rexroth mit einer Feedback- und einer Fragerunde mit Herrn Steeb und Frau Schwenk, bei der unsere Fragen beantwortet und unser Wissen erweitert wurde.


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Autohaus Brunold spendet Hyundai i10 für die Steinbeisschule

„Wir verstehen unsere Schule als Kompetenzzentrum der Kfz-Technik. Ein moderner Kleinwagen wie der Hyundai i10 ergänzt unseren Fahrzeugpark ideal“, freute sich Dominik Kugler, Schulleiter der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, der die großzügige Spende durch das Autohaus Brunold dankend entgegennahm.
Bei der Schlüsselübergabe durch Geschäftsführer Thomas Brunold lobte der Reutlinger Centerleiter Markus Streich die gute und langjährige Zusammenarbeit mit der gewerblichen Berufsschule. „Aus diesem Grund war uns klar, dass diese Spende an die Reutlinger Ferdinand von Steinbeisschule gehen muss“, so Streich. Insbesondere der gute Kontakt zu den Lehrern der Berufsschule liegt dem ausbildenden Betrieb am Herzen. Lehrer Karl-Friedrich Renz erläuterte, dass das Auto im Berufsschulunterricht zur Schulung in Diagnose-, Reparatur- und Wartungsarbeiten eingesetzt wird. „Das Autohaus Brunold wünscht den Lehrern und Auszubildenden der Steinbeisschule viel Erfolg und Freude beim Einsatz des Autos im Unterricht“ sagte Brunold abschließend.

 

 Schlüsselübergabe (rechtes Bild, vlnr): Dominik Kugler, Thomas Brunold und Markus Streich


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Hochspannung an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule

Der „Jugend forscht“ Regionalsieger Stephan Böhringer stellt seine Teslaspule vor.

Hochspannung an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Hochspannend im wahrsten Sinne des Wortes ging es am Freitag in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule zu. Vor den staunenden Augen ihrer Mitschüler und Lehrer präsentierten drei Schüler des Technischen Gymnasiums ihre Projekte und berichteten von Ihrer Teilnahme bei "Jugend forscht".

Die Schüler Rainer Krauss und Tizian Dirr entwickelten eine Motoransteuerung. Mit dieser kann beispielsweise ein Roboterarm mit höchster Geschwindigkeit zu einem frei wählbaren Punkt fahren und an diesem punktgenau abbremsen, ohne über das Ziel hinauszuschießen. Für dieses Projekt mussten sie sich tief in die physikalischen Grundlagen eines Motors einarbeiten, mathematische Modelle entwickeln und schließlich einen Mikrocontroller so programmieren, dass dieser die selbst entwickelte Verstärkerschaltung für den Motor bedient. Gefragt wie viele Stunden sie in dieses Projekt investiert haben, antwortete Rainer Krauss: "Unzählige. Wenn man etwas macht wofür man den Kopf nicht braucht - z.B. mit dem Fahrrad fahren - denke man auch immer über mögliche Lösungen der Probleme nach." Rainer Krauss bedankte sich auch für die Unterstützung der Lehrer, wie mal eben eine Platine im Labor bei Herrn Dornes ätzen oder mit Herrn Scheffold und Herrn Dannecker über das physikalische Modell diskutieren.

Seit etwa einem Jahr befasse er sich mit Hochspannung, berichtete der 16jährige Stephan Böhringer seinem Publikum. Mit viel Liebe für Details und einem Auge für Sicherheit hat er eine Teslaspule gebaut, die so hohe elektrische Spannungen erzeugt, dass Blitze von bis zu 3 m Länge entstehen. Dafür entwickelte er unter anderem eine Funkenstrecke, die sich mit 4000 Umdrehungen pro Minute dreht. In der schuleigenen Metallwerkstatt hat er die Teile dafür selbst an der Drehbank gefertigt. Das Kontrollpult seiner Spule schweißte er hierfür selbst zusammen und stattete sie mit allerlei Schaltern und Anzeigen aus. Nachdem Stephan Böhringer die Fragen seiner Mitschüler beantwortet hatte, schritt er zum Kontrollpult seiner Spule und startete den Motor der Funkenstrecke. Mit dem Geräusch eines startenden Flugzeugtriebwerks setzte sich diese in Bewegung. Als der Schalter für die Hochspannung gedrückt wurde, knatterte es ohrenbetäubend laut und ein 50 cm langer Lichtbogen erhellte die abgedunkelte Aula. Innerhalb der halben Minute, in der der grelle Lichtbogen unbeirrt stehenblieb, verwandelte sich das Staunen des Publikums zu einem begeisterten Applaus.

Mit seinem Projekt begeisterte Stephan Böhringer vor zwei Wochen auch die Jury des Regionalwettbewerbs von "Jugend-forscht" so sehr, dass diese ihm den ersten Preis in der Kategorie Technik verliehen. Nun liegt es an ihm, diese Woche die Jury des Landeswettbewerbs von seiner Arbeit zu überzeugen. Raphael Dannecker


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Schachturnier 2015 der Vollzeit-Steinbeisschüler

An der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule fand zum ersten Mal ein Schachtunier statt. Schach fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit der Schüler. Und so ist es wenig verwunderlich, wenn Herr König bei der Preisverleihung betonte: „Wer gut Schach spielen kann ist in der Regel auch in der Schule gut.“

Bei dem von einigen Kollegen des Lehrerkollegiums initiierten Wettstreits zeigten Schülerinnen und Schüler verschiedener Schularten ihre Fähigkeiten im kombinatorischen Denken. Jeder Schüler musste gegen jeden Teilnehmer spielen und hatte für alle Züge nur acht Minuten Bedenkzeit. Der Wettkampf blieb bis zur letzten Partie spannend und nervenaufreibend. Den ersten Platz belegte Roman Styzjuk. Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit Buchgutscheinen einer Reutlinger Buchhandlung belohnt.


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Vorlesewettbewerb der Vollzeit-Steinbeisschüler

An der  Ferdinand-von-Steinbeis-Schule fand zum ersten Mal ein Vorlesewettbewerb statt. Hintergrund  war es, die Schülerinnen und Schüler im Zeitalter elektronischer Medien in ihrer Lust am Bücherlesen zu bestärken. Denn das Lesen, so erinnerte Schulleiter Rolf König die Schüler bei der Begrüßung, sei eine Kernkompetenz,  Lernen finde „immer über das Lesen statt.“

 Bei dem von  einigen Mitgliedern des Lehrerkollegiums  initiierten Wettstreit  zeigten sodann Schüler des Technischen Gymnasiums, des Berufskollegs und der  Berufsfachschulen ihre Vorlesekompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler  lasen dazu jeweils aus einem Wahltext eine Textstelle vor und wurden dann mit einem unbekannten Text aus einer Zeitschrift konfrontiert. Angelehnt an die Bewertungskriterien der Stiftung Lesen vergab die Jury Punkte für die Lesetechnik sowie die Interpretation der Texte. Für ihren Mut, sich vor Publikum zu präsentieren wurden am Schluss alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Buch-und Eisgutscheinen zweier Reutlinger Firmen belohnt.


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Höchste Präzision für Steinbeisschüler

 

„Unser Laserinterferometer misst auf einen Meter mit einer Genauigkeit von einem Tausendstel  Millimeter“ berichtet stolz Herr Dr. Ing. Rainer Krug, technischer Leiter der Firma Renishaw in Pliezhausen. Das nun der Steinbeisschule gespendete Messgerät wird zum Beispiel beim Bau von Werkzeugmaschinen zur hochpräzisen Vermessung verwendet.  „Beim Laserinterferometer durchläuft ein Laserstrahl die zu messende Strecke und wird mit einer Genauigkeit von einem Millionstel Millimeter ausgewertet. Auf diese Weise wird die hohe Messgenauigkeit erreicht.“ erklärt Krug stark vereinfacht den komplexen Sachverhalt. „Das Laserinterferometer wird von der Ausbildung der Techniker über den Praxisunterricht am technischen Gymnasium bis hin zur Berufsschule eingesetzt“  freut sich Frank Fauser, Lehrer an der Steinbeisschule, über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Gerätes. Auch Schulleiter Rolf König ist von dem High-Tech Gerät begeistert und er bedankte sich für die großzügige Spende.


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Ausbildungsmesse „Tag der dualen Ausbildung“ (Ende September)


„Welche technische Ausbildung passt zu mir? Welcher Job hat Zukunft?“ Diese Fragen stellen sich gerade wieder viele Schülerinnen und Schüler vor dem Ende ihrer Schulzeit.

Aus diesem Grund findet an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule ca. 2-3 Wochen nach den Sommerferien die "Aktion duale Ausbildung" statt. Haupt- und Realschüler/innen der Abschlussklassen und zukünftige Abiturienten sowie deren Eltern sind herzlich willkommen. Betriebe der Region aus Industrie und Handwerk stellen dort sich und ihre vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Metall-, Kfz- und Elektrobereich vor. Die Ausbildungsmesse bietet eine gute Gelegenheit sich gegenseitig kennen zu lernen, denn Ausbilder und Auszubildende stehen den Besuchern für Fragen rund um die Ausbildung zur Verfügung. Neben Musterteilen von Maschinen aus der Produktion werden den Interessierten anspruchsvolle Ausbildungsprojekte und viele Informationsmaterialien geboten. Außerdem sind auch die Agentur für Arbeit (BIZ), der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die IHK vertreten. Für das leibliche Wohl wird auf dem Pausenhof gesorgt. Die Veranstaltung beginnt um 9:00 Uhr und endet um 16:00 Uhr. Die teilnehmenden Betriebe und Institutionen sowie die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule freuen sich auf Sie.

Die folgenden Firmen und Institutionen nahmen 2014 teil:

 

Agentur für Arbeit Reutlingen / BIZ, Baumann, BBQ, Südwestmetall / Verband der Metall- u. Elektroindustrie, Hirschmann Automation and Control, Hirschmann Car Communication, Eissmann Automotive Deutschland, Elektroinnung Reutlingen, ElringKlinger, Emil Schmid Maschinenbau, ERBE Elektromedizin, H. Stoll, Industrie- und Handelskammer Reutlingen, Innung des KFZ - Gewerbes Reutlingen – Tübingen, JDSU Deutschland, Kocher + Beck, Kreishandwerkerschaft, Manz Automation, Mercedes-Benz Niederlassung Reutlingen und Tübingen, Narda Safety Test Solutions, Robert Bosch, Schwörer Haus, Stadtwerke Reutlingen, Telekom, transtec, Wafios, Walter, Walter Möck

 


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Modernste Automobiltechnik für die Steinbeisschule (2011)

Wichtige BMW Vertreter zu Besuch in der Steinbeisschule – und sie kamen nicht mit leeren Händen.

Neben Joachim Mühleisen von BMW  ließ es sich auch Frank Menton, Geschäftsführer des Menton Automobilcenters, nicht nehmen, ein mit neuester Technik ausgestattetes 128i Cabrio von BMW an die Steinbeisschule als Spende zu übergeben. Auf der Seite von Schule und Landkreis nahmen Schulleiter Rolf König und Stefan Häußler vom Landratsamt das Fahrzeug mit Dank entgegen.

In seiner Ansprache anlässlich der feierlichen Übergabe betonte Mühleisen, dass der Einsatz modernster Technik in der Schule Voraussetzung für gute zukünftige Mitarbeiter sei. „Sie können mit dem Fahrzeug alles nutzen, was ein Auto mit aktueller Ausstattung an elektronischen Hilfen für Wartung und Instandhaltung zu bieten hat“ ergänzte Menton in seiner Rede stolz. Der Regensensor, das adaptive Kurvenlicht und die Geschwindigkeitsregelung sind nur ein paar von vielen Ausstattungsmerkmalen.

„Wir sind als Partner der Firmen auf neueste Technik angewiesen“, sagte Schulleiter König in seiner Ansprache und bedankte sich für das Fahrzeug.

Kreisschulamtsleiter Häußler lobte das Engagement des Menton Automobilcenters, das  mit 35 Auszubildenden als mittelständisches Unternehmen eine große Bedeutung habe.

Nun können die Schüler am gespendeten Fahrzeug optimal lernen. Eines werden sie dabei sicherlich bedauern: Das Auto sieht zwar attraktiv aus, hat 6 Zylinder und 230 PS unter der Haube, aber keine Straßenzulassung - eine Spritztour ist also ausgeschlossen.

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BMW 128i Cabrio

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Joachim Mühleisen, Frank Menton, Rolf König und Stefan Häußler (vlnr) bei der Schlüsselübergabe


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High Tech Industrieroboter für die Steinbeisschule

Rolf König (links) mit dem angehenden Techniker Marlon Riess und Wolfram Zielke, dem Vertreter der Firma Mitsubishi bei der Übergabe des Roboters
Rolf König (links) mit dem angehenden Techniker Marlon R. und Wolfram Zielke, dem Vertreter der Firma Mitsubishi bei der Übergabe des Roboters

„Ich war selbst mal Schüler an der Steinbeisschule“ freut sich Wolfram Zielke, Vertriebsingenieur der Firma Mitsubishi, der es sich nicht nehmen ließ, einen Roboter der neuesten Generation persönlich an seine ehemalige Schule zu übergeben. „Eine Pneumatikeinheit schiebt Metallstifte nach vorn, die der Roboter dann greift und in die Bohrungen auf einer Platte einsteckt“ erklärt der angehende Techniker Marlon R., der im Rahmen seines Abschlussprojektes an der Fachschule für Maschinentechnik die Arbeitsumgebung mit Pneumatik und Sensorik für den Roboter konstruierte. „Die Schüler aus den Bereichen Industriemechanik und Mechatronik werden aufgrund der realitätsnahen Aufgabe  mit dem Roboter hoch motiviert arbeiten“, ist sich R. sicher.
Der Schulleiter der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, Rolf König, bedankte sich für die Unterstützung durch Wolfram Zielke und die Firma Mitsubishi. Ohne diese Unterstützung sei die Beschaffung so schnell nicht möglich gewesen. Nicht nur die Schüler, auch Industrie und Handwerk würden durch die verbesserte Ausbildung in Robotertechnik profitieren.

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Binea (jährlich Anfang Februar)

Die Bildungsmesse Neckar-Alb (Binea) im Februar bietet einen Einblick in den umfangreichen Aus-, Weiter- und Fortbildungsmarkt der Region. Die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule ist auf dieser Messe vertreten, um über die Möglichkeiten der beruflichen Bildung in den Fach- und Technikerschulen sowie in den Berufskollegs und im Technischen Gymnasium zu informieren. Dies geschieht in persönlichen Gesprächen, durch Plakate und durch Flyer über alle in Frage kommenden Schularten, so dass die Informationen später in Ruhe nachgelesen werden können. Das Team der Steinbeisschule-Reutlingen freut sich auf Ihren Besuch.

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Kompetente Beratung auf der Binea


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Zeitzeugin der Weißen Rose zu Gast an der Steinbeisschule (Juli 2009)

Anneliese Knoop-Graf im Gespräch mit einem der Organisatoren der Veranstaltung, Thorsten Mayer vor einem Foto ihres Bruders Willy
Anneliese Knoop-Graf im Gespräch mit einem der Organisatoren der Veranstaltung, Thorsten Mayer vor einem Foto ihres Bruders Willy

Nachtrag: Anneliese Knoop-Graf verstarb ca. einen Monat nach ihrem Besuch an der Steinbeisschule am 27. August 2009 in Bühl (Baden)

Die Ehrenvorsitzende der Weißen-Rose-Stiftung, Anneliese Knoop-Graf besuchte im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs die Ferdinand-von-Steinbeisschule und sprach vor über zweihundert Schülern aller Beruflichen Gymnasien. Ihr Bruder Willy Graf war Mitglied der „Weißen Rose“, einer studentischen Widerstandsgruppe, die unter Lebensgefahr mit Flugblättern Position gegen das NS-Regime bezog. Seine Rolle innerhalb der Gruppe war, Kontakte zu Personen in anderen Städten aufzubauen. Anneliese Koop-Graf wurde gemeinsam mit ihrem Bruder verhaftet, aber nach vier Monaten Gestapoverhör freigelassen, wogegen ihr Bruder hingerichtet wurde.

Sie kannte alle Mitglieder der Weißen Rose persönlich und berichtete in ihrem Vortrag über die Aktionen der Gruppe und das Schicksal der einzelnen Mitglieder. Die Geschwister Hans und Sophie Scholl gelten heute als Musterbeispiel für den Widerstand in der NS-Zeit. Frau Knoop-Graf lebte kurze Zeit mit Sophie Scholl zusammen und erlebte sie als eine sehr zurückhaltende und stille junge Frau, während Hans Scholl ohne Unterlass geredet habe.

Die Zeitzeugin vermochte durch anschauliche Erzählungen die Geschwister Scholl auch von ihrer menschlichen Seite darzustellen und somit den Zuhörenden greifbar zu machen. Nach dem Vortrag entwickelte sich ein lebendiges Gespräch zwischen Schülern und der Vortragenden.

Der gesamten Veranstaltung ging eine Ausstellung über die Weiße Rose in den Gängen der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule voraus. Interessierte Schülerinnen und Schüler wurden von fachkundigen Lehrern durch die Ausstellung geführt, z.B. durch Mitorganisator  Markus Bella.

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Markus Bella bei einer Führung durch die Ausstellung über die Weiße Rose

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